WordCamp Switzerland

Diskussion: Bloggen für Geld – wie viel Kommerz ist ok?

Werbetreibende haben Blogs als attraktive Plattformen für sich entdeckt. Und immer häufiger werden Blogger mit kommerziellen Anfragen konfrontiert. Mit dem eigenen Blog nebenher etwas Geld verdienen: für manche Blogger eine logische Konsequenz ihrer Arbeit, für andere ein absolutes No-Go. Auf jeden Fall ein kontroverses Thema.

Wir möchten mit den Session-Teilnehmern folgende Fragen diskutieren:
• Was möchten Blogleser?
• Wie unabhängig müssen Blogger sein?
• Welche Einnahmequellen gibt es für Blogger?
• Welche Erfahrungen haben Blogger gemacht?
• Mit welchen Einnahmen kann ein Schweizer Blogger realistischerweise rechnen?
• Wie kann man seriöse von unseriösen Angeboten unterscheiden?
• Sind Trigami&Co. eine gute und lohnende Einnahmequelle?
• Was möchten Werbetreibende in/mit Blogs? Wie ist ihre Zahlungsbereitschaft?
• Warum möchten Unternehmen in die Blogs?
• Wie können Unternehmen Beziehungen zu Bloggern aufbauen? Und umgekehrt.

Andrea Iltgen ist der eine Partner bei xeit. Andrea verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit WordPress und schätzt insbesondere die Flexibilität dieses Tools – sei es als Blog Software oder auch als CMS. Nach abgeschlossenem BWL Studium an der Universität St. Gallen machte sie sich selbständig. Sie befasste sich schwerpunktmässig mit der Analyse von Konsumgütermärkten, mit Marketing-Beratung sowie der Konzeption und technischen Implementierung von Online-Lösungen (Websites, Online-Shops, etc.).

Simon Künzler ist der andere Partner bei der Online-Agentur «xeit GmbH». Die Zürcher Agentur bringt Unternehmen, Marken und Produkte über digitale Medien ins Gespräch und an den Markt. Zudem ist er Dozent am IKM an der Hochschule Luzern. Der gebürtige Ostschweizer absolvierte sein Studium an der Universität St. Gallen im Fach Betriebswirtschaft mit Vertiefungsrichtung Marketing. Er bloggt seit 2006.

3 Kommentare zu “Diskussion: Bloggen für Geld – wie viel Kommerz ist ok?”

  1. #1 illyaine
    am 06. Mai 2011 um 12:26

    Huhu :)
    Könntet Ihr die Session nicht eine Stunde nach hinten schieben?
    xtreme-one ist quasi ein muss für mich, aber das jetzt interessiert mich auch =/

    Gruss
    Manuel

  2. #2 Dieter Gotzen
    am 07. Mai 2011 um 14:15

    Als einer, auf den der gesamte Artikel zutrifft, schreibe ich mal meine Meinung/Erfahrung.

    Werbung ist eigentlich immer ok, sofern sie nicht: a) meinen Rechner blockiert; b) dominant und erschlagend wirkt; c) der Artikel zum Produkt passt; d) der Blog selbst keine negative Assoziation zum Unternehmen darstellt.

    Erschreckend finde ich die Einfalltslosigkeit mit Google-Anzeigen, welche in einen Blog platziert werden. Wenn ich meine, mit meinem know-how Geld verdienen zu müssen, dann kann ich auch auf die ansässigen Unternehmen zugehen, und mit ihnen über ein Werbe/Blogkonzept sprechen. Sollte jeder Student im 1. BWL-Semester hinbekommen.

    Wir selbst planen derzeit eine Kampagne für eines unserer Unternehmen aus dem Metallbereich. Die Probeläufe waren nicht übel, und es wird auch ein Mehrwert für die Leser der entsprechenden Blogs sein.

    Letztendlich mutiert das Internet mit seinen Informationen immer mehr hin zur Marketingstrategie, wenn auch oftmals mehr schlecht als recht. Aber bei allen Veröffentlichungen gilt vor allem eines: die Wahrheit der Aussage. Wer ein Produkt hofiert, welches letztendlich nicht zu gebrauchen ist, der legt sich selbst den Strick um den Hals. Hier sollten vor allem die Blogger höllisch aufpassen, nicht in die Pressmühle der Fehlinformationen zu gelangen.

    Liebe Grüße

    Dieter

  3. #3 Technokrat
    am 09. Mai 2011 um 13:07

    Hallo.

    Ich betreibe seit dem Sommer 2007 meinen Blog. Erst bei WordPress.com und seit Mai 2010 hoste ich selber. Anfangs habe ich Werbebanner von Google-Adwords eingestellt, dies aber schnell wieder gelassen, da die Werbung weder innovativ noch zu meinen Blog passte. Außerdem kam bei weitem nicht der erwartete Gewinn dabei raus (ich wollte damit die Domain und Webspacekosten refinanzieren).

    Ich möchte zwar schon ein wenig durch meinen Blog verdienen, das soll aber auf keinen Fall auf die Kosten des Lesers gehen (Hässliche Banner, die einen erschlagen). Es gibt andere Wege ein kleines Stück vom Kuchen zu bekommen.

    Ich werde des öfteres angeschrieben, ob ich nicht über ein bestimmtes Produkt schreiben möchte, wenn man mir ein Testprodukt zusenden würde. Mit der Bedingung, dass ich auch wirklich meine ehrliche Meinung vertreten könne, nehme ich in den meisten Fällen an. Jedoch sollte das Produkt auch zum Thema des Blogs passen. Ich habe zum Beispiel den Produkttest einer Feuchtigkeitscreme eines Namenhaften Herstellers abgelehnt, da er nun so garnicht in mein Schema passt.

    Also ein bisschen Kommerz schadet nie. Man darf sich allerdings nicht zu weit von dem entfernen, was man eigentlich auf seinem Blog kommunizieren möchte.

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